Ein schwäbisches Team wird im Halbfinale des DFB-Pokals stehen. Wenn dies der FC Augsburg sein soll, müssen die Fuggerstädter alles in die Waagschale legen. Ab 20:45 Uhr ist der FCA beim VfB Stuttgart gefordert.
Heute Abend, wenn das Flutlicht in der Stuttgarter Arena brennt, wird es spannend. Der FC Augsburg muss im Viertelfinale des DFB-Pokals beim VfB ran. Das Ziel hat Coach Jess Thorup dabei fest vor Augen: „Wir haben die Chance, ins Halbfinale zu kommen”. Für die Bayerischen-Schwaben wäre dies etwas Besonderes, erst einmal ist ihnen dies zuvor in der eigenen Vereinsgeschichte gelungen. 2010 fehlte nur noch ein Schritt Richtung Endspiel in Berlin, bei Werder Bremen war dann allerdings für den damaligen Zweitligisten Schluss. In diesen 15 Jahren ist viel passiert. Der FC Augsburg ist inzwischen etablierter Erstligist und darf sich nun berechtigte Hoffnungen haben, beim amtierenden Vizemeister zu bestehen.
Spricht das Momentum für den FCA?
Erst vor drei Wochen traf man in Augsburg aufeinander, 1:0 gewann der VfB Stuttgart knapp. Der FCA ist seitdem viermal ungeschlagen, während die „anderen“ Schwaben zuletzt zweimal in der Liga verloren und aus der Champions League ausschieden. Das Momentum könnte für die Zirbelnusskicker sprechen.
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Der FC Augsburg will den Favoriten bezwingen
Die Favoritenrolle aber liegt wohl weiter beim aktuellen Tabellenfünften der Bundesliga aus dem anderen Teil Schwabens. Mit einigen hochkarätigen Nationalspielern gespickt darf das Team mit dem roten Brustring sicher andere Ansprüche stellen, als man sie in Augsburg formulieren kann. Der FCA wird wie zuletzt die Grundtugenden dagegenhalten und mit vollem Einsatz versuchen sich das Ticket für die Vorschussrunde zu sichern. „Unser Ziel ist es weiterzukommen, dafür werden wir alles geben“, auch Thorup weiß, dass es bei seiner Mannschaft nur über den Einsatz gehen wird. Stuttgart wird dagegenhalten. “Wir werden alles reinwerfen, den Pokal-Fight annehmen“, rechnet auch VfB-Coach Sebastian Hoeneß mit einem intensiven Spiel.
Berisha fehlt länger
Neben Yusuf Kabadayi wird bei den Fuggerstädtern auch Winterrückkehrer Mergim Berisha nicht mit dabei sein können. Der Angreifer hatte sich letzte Woche am Oberschenkel verletzt und länger fehlen wird (wir berichteten). In jedem Fall zum Einsatz kommen wird Torhüter Labrovic, er wird für Dahmen zum Einsatz kommen, der zuletzt in der Bundesliga zwischen den Pfosten stand.
Für beide Teams ist das Schwabenderby das erste Duell mit einem anderen Bundesligisten im aktuellen Wettbewerb. Nach Siegen gegen Viktoria Berlin und Schalke, sowie dem Krimi in Karlsruhe wäre der Erfolg beim VfB für die Augsburger ein großer Erfolg. 4.000 Schlachtenbummler werden dabei sein, wenn das Flutlicht am Neckar erstrahlt und der FC Augsburg seine Chance nützen will.
Die voraussichtliche Aufstellung
Labrovic – Matsima, Gouweleeuw, Schlotterbeck – Wolf, Onyeka, Jakic, Giannoulis – Rexhbecaj, Claude-Maurice – Essende



