“Kompakt stehen, eklig in den Zweikämpfen” – Augsburg will FC Bayern in der Allianz-Arena ärgern

Presse Augsburg
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Mit viel Mut reist der FC Augsburg zum 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach München. Am Samstag (24. Januar, 15.30 Uhr) gastiert der Tabellen-15. beim weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter FC Bayern München. Rund 4.000 FCA-Fans werden die Mannschaft in der Allianz Arena unterstützen. Die Begegnung verspricht ein spannendes Duell zu werden, da der FC Augsburg gegen Bayern München Analyse zeigt, dass die Bayern in dieser Saison einige Schwächen in der Defensive hatten. Während die Augsburger auf Konter setzen werden, hoffen sie, die Lücke in der Bayern-Abwehr auszunutzen. Ein gutes Spiel könnte den FCA mit neuem Selbstvertrauen in die nächsten Begegnungen schicken. Die Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel hat der FC Augsburg im Testspiel 2023 genutzt, um an ihrer Form zu arbeiten. Die Trainer haben gezielt an der Taktik gefeilt, um gegen die Bayern erfolgreich zu sein. Ein Sieg in München könnte für den FC Augsburg einen entscheidenden Wendepunkt in der Saison darstellen.

Die Ausgangslage scheint klar: 16 Siege, zwei Unentschieden und keine Niederlage stehen für den Rekordmeister nach 18 Spieltagen zu Buche. Dennoch will Cheftrainer Manuel Baum die Aufgabe selbstbewusst angehen. „Auf uns wartet eine knackige Aufgabe, aber ich erwarte von meiner Mannschaft die klare Haltung, dass wir die Bayern ärgern wollen.“ Der FC Augsburg benötigt wichtige Punkte, um im Abstiegskampf nicht in Bedrängnis zu geraten. Ein Sieg gegen den Rekordmeister könnte einen enormen psychologischen Vorteil bringen. Baum betont, dass die Mannschaft an ihre Stärken glauben soll, um diese Herausforderung zu meistern.

Nach zwei Heim-Unentschieden in der Englischen Woche gegen Union Berlin (1:1) und den SC Freiburg (2:2) blickt Baum dem Duell optimistisch entgegen. „Ich bin grundsätzlich ein Optimist. Ich glaube, es beeinflusst einen extrem, wenn man schlechte Gedanken hat“, sagte der FCA-Coach vor der Partie. Eine rein defensive Herangehensweise komme für ihn nicht infrage: „Es geht nicht darum, dass wir uns Gedanken um Schadensbegrenzung machen.“

Um in München bestehen zu können, fordert Baum eine konsequente Umsetzung der eigenen Stärken. „Wir müssen unsere Stärken auf den Platz bringen: kompakt stehen, eklig in den Zweikämpfen sein, den Spielrhythmus brechen und mutig umschalten. Gegen Bayern hast du nicht viel Zeit zu überlegen, vieles muss intuitiv passieren – denn wenn sie sich einmal in einen Flow gespielt haben, wird es schwierig.“

Personell ist die Lage vor allem in der Defensive angespannt. Neben den Langzeitverletzten Jeffrey Gouweleeuw und Chrislain Matsima fehlt Innenverteidiger Noahkai Banks gelbgesperrt. Zudem ist der Einsatz von Mittelfeldspieler Kristijan Jakic offen. Der Kroate hatte sich gegen Freiburg in der Halbzeit auf der Treppe im Spielertunnel eine Wadenverletzung zugezogen. „Die Wade ist immer noch hart“, berichtete Baum und meinte lachend: „Bei Bayern gibt es noch ein paar mehr Stufen, wenn man auf den Platz geht.“

Erstmals zum Kader gehört Neuzugang Arthur Chaves, der am Donnerstag verpflichtet wurde. Der 24-jährige Innenverteidiger soll zusätzliche Optionen bringen. „Er bringt unglaublich viel Energie mit, die er sowohl in der Kabine als auch auf dem Trainingsplatz ausstrahlt. Ich bin sehr froh, dass er bei uns ist“, sagte Baum.

Trotz der klaren Favoritenrolle der Gastgeber will der FC Augsburg in München mutig auftreten – und dem Liga-Primus so lange wie möglich Paroli bieten. Der FC Augsburg führt deutlich gegen SC Freiburg und zeigt damit, dass sie auch gegen die besten Teams der Liga bestehen können. Diese gute Form wollen sie mit nach München nehmen, um auch dem Tabellenführer ein hartes Spiel zu liefern. Mutig und entschlossen gehen die Augsburger in das Duell, fest entschlossen, ihre Zuschauer zu begeistern.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.