Noch einmal wird ein Riesenrad gedreht – Freunde der Landesgartenschau Memmingen 2000 lösen sich auf

Der Verein „Freunde der Landesgartenschau Memmingen 2000 e.V.“ verabschiedet sich mit einer besonderen Aktion und Attraktion. Kurz vor Jahreswechsel steht im Stadtpark „Neue Welt“ ein kleines Riesenrad und lädt alle Spaziergänger zu kostenlosen Fahrten ein.

Riesenrad
(C) Firma Ertl, Rehlilng

Im Jahr 2000 war ein 40 Meter hohes Riesenrad eines der Wahrzeichen der damaligen Landesgartenschau. So hoch hinaus wird es am 30. und 31. Dezember zwar nicht mehr gehen, aber das Nostalgie-Riesenrad „Kleine Wolkenreise“ ist quasi ein „Abschiedsgeschenk“ der LGS-Freunde, die sich zum Jahresende auflösen werden. Fünf Gondeln bieten bei jeder Fahrt 20 Fahrgästen Platz. „Es ist sozusagen unser Abschluss-Event, nachdem leider ein angedachtes Fest im Spätsommer aus verschiedenen Gründen nicht mehr auf die Beine gestellt werden konnte“, so der 1. Vorsitzende Andreas Schales.

Das Nostalgie-Riesenrad steht auf dem Festplatz gleich hinter dem LGS-Spielplatz und dreht – für alle kostenfrei – bei jeder Witterung seine Runden. Betriebszeiten sind am Samstag von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag (Silvester) von 10 bis 16 Uhr. Das Team von Wake-City bewirtet dazu mit heißen und kalten Getränken. Auf der Wakeboard-Anlage gibt es zudem am letzten Tag des Jahres von 14 bis 17 Uhr Silvester-Wakeboarding.

Die LGS-Freunde hatten im Frühjahr die Vereinsauflösung beschlossen, weil sich keine ausreichende Zahl an Vorstandsmitgliedern mehr finden ließ. Die meisten der Gründungsmitglieder, die bis zuletzt dabei waren, können aus Altersgründen nicht mehr aktiv bei den Aktionen mithelfen. So ist zumindest nach 22 Jahren von Vereinsseite Schluss mit Festen, unterstützenden Pflanz- und Unterhaltsaktionen. Die Pflege des Stadtparks liegt aber natürlich wie bisher und weiterhin in den bewährten Händen der Stadtgärtnerei. Mit der Auflösung wird das verbleibende Vereinsvermögen zweckgebunden an die Stadt Memmingen übergeben. Damit wird noch die Anschaffung von Spielgeräten ermöglicht.

„Leider gab es nach unserem Auflösungsbeschluss keine Wendung mehr“ teilt Andreas Schales mit. Es gab zwar viele Reaktionen, die es bedauern, dass die LGS-Freunde aufhören, aber Leute, die sich ehrenamtlich für Ämter zur Verfügung stellen oder sich aktiver engagieren wollen, hätten sich nicht gemeldet. Für die beliebte Osternestsuche gibt es indes aber einen Lichtblick. So will Susanne Staudenrausch von der Stadtpark-Gastronomie versuchen, eine Aktion in ähnlicher Weise wie bisher auf die Beine zu stellen. Einige der LGS-Freunde haben hier auch schon Unterstützung zugesagt, so dass es diese schon traditionelle Veranstaltung weiter geben könnte.