Technische Hochschule Augsburg nimmt „Hightech Agenda“-Neubau in Betrieb

Der neue Modulbau der Technischen Hochschule Augsburg (THA) steht für nachhaltiges und schnelles Bauen. Unter der Leitung des Staatlichen Bauamts Augsburg wurde dieser aus Holz umweltschonend und aufgrund der Flächensparsamkeit über einem Parkplatz errichtet. Bereits nach vier Monaten Bauzeit fand im April 2023 das Richtfest statt und zum Start des Wintersemesters nimmt die Technische Hochschule Augsburgdie neuen Räumlichkeiten in Betrieb.

Modulbau 3
Foto: Matthias Leo/Technische Hochschule Augsburg

Der Freistaat Bayern investiert rund 5,5 Millionen Euro in einen modernen zweistöckigen Gebäudekomplex, welcher aus nachhaltigen Holzmodulen errichtet wurde. Die Finanzierung kommt aus dem Innovationsprogramm „Hightech Agenda Bayern“ (HTA). Auf dem Campus am Brunnenlech entstand ein neues Gebäude mit modernen Büro- und Lehrräumen auf 1.000 Quadratmetern für Wissenschaftler:innen der Fakultät für Angewandte Geistes- und Naturwissenschaften, insbesondere der Studiengänge Data Science und Wirtschaftspsychologie.

Wissenschaftsminister Markus Blume betont anlässlich der Inbetriebnahme: „Kluge Konstruktion für kluge Köpfe: Der neue Augsburger Modulbau verknüpft nachhaltige Architektur mit besten Lehr- und Forschungsbedingungen – und das in Rekord-Bauzeit. Mit der Hightech Agenda investieren wir in Köpfe, Themen und auch Infrastruktur – sie ist ein echter Baubeschleuniger für unsere Hochschulen. Mit der HTA bauen wir AUF und FÜR die Wissenschaft.“

„Durch den Neubau erhalten Studierende und Lehrende mehr Platz und ideale Bedingungen für hervorragende Forschung und Lehre“, freut sich Prof. Dr. Dr. h.c. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Technischen Hochschule Augsburg. Die Technische Hochschule Augsburg habe nun Gelegenheit, Forschungsbereiche auf dem Campus räumlich neu zu strukturieren und zu gliedern, um bestmögliche Lehr- und Forschungsbedingungen zu erreichen.

Flächenschonend und nachhaltig

Beim Modulbau steht eine nachhaltige Bauweise im Vordergrund. Die Außenfassade des zweistöckigen Gebäudes besteht aus hinterlüfteten Schalungen aus Lärchenholz. Photovoltaik-Module auf dem Dach versorgen das Gebäude mit regenerativer Energie und erzeugen künftig 8.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Um die Versiegelung von Flächen auf ein Minimum zu verringern, wurde der zweigeschossige Neubau als aufgeständertes Bauwerk vom Staatlichen Bauamt Augsburg geplant und auf dem Parkplatz der Hochschule errichtet. Das Konzept lautet: Parken unten, Studieren oben. Das Fundament und die Stützen im Erdgeschoss sowie die Erschließung des Gebäudes bestehen aus Stahlbeton. Die oberen beiden Etagen bestehen vollständig aus Holzfertigteilen.

 „Nachwachsendes Baumaterial und keine zusätzlichen Flächen versiegelt – die Technische Hochschule Augsburg hat mit dem Modulbau ein Paradebeispiel wie modernes und ressourcenschonendes Bauen geht“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Krön, Vizepräsidentin für Transfer und Infrastruktur, die das Bauvorhaben für die THA federführend betreute.

Der Leiter des Staatlichen Bauamts Augsburg, Uwe Fritsch, freut sich, dass die Bauzeit durch die Vergabe der Hochbauarbeiten im Herbst letzten Jahres an einen Komplettanbieter erheblich verkürzt wurde. Die Erdbauarbeiten für den Modulbau begannen im Dezember und die erforderlichen Grundleitungen wurden verlegt. Im November wurde eine typische tischförmige Stahlbetonkonstruktion erstellt und im März 2023 wurden die vorgefertigten Gebäudeteile des Modulbaus platziert. Im April 2023 fand das Richtfest mit Bayerns Bauminister Christian Bernreiter und Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume statt. Der Projektablaufplan wurde eingehalten und das Gebäude wurde pünktlich Zum Ende des Sommersemesters 2023 war das Gebäude bezugsfertig. Seit Beginn des Wintersemesters 2023/2024 werden die Büro-, Besprechungs- und Seminarräume von Lehrenden und Studierenden genutzt. Für die Umsetzung moderner didaktischer Lehrkonzepte stehen nun flexible Arbeitsplätze und drei neue Lehrräume zur Verfügung.