Ein spektakulärer Schmuggelversuch ist Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Augsburg an der Autobahn 8 ins Netz gegangen.
Bei einer Kontrolle an der Anschlussstelle Leipheim entdeckten sie rund 75.000 geschmuggelte Zigaretten, die raffiniert in laminierten Arbeitsplatten eines LKW-Aufliegers versteckt waren. Der mutmaßliche Täter: ein türkischer Fahrer, der angab, lediglich Möbel aus der Türkei nach England zu transportieren.
Großröntgenanlage deckt Schmuggel auf
Zunächst gab der Fahrer auf Nachfrage an, keine verbrauchsteuerpflichtigen oder illegalen Waren an Bord zu haben. Doch die Beamten wurden misstrauisch und setzten eine Großröntgenanlage ein, mit deren Hilfe sie den LKW durchleuchteten. Dabei stießen sie auf Auffälligkeiten im oberen Bereich des Aufliegers. Eine genauere Nachschau förderte schließlich zwölf verdächtige Arbeitsplatten zutage – jede von ihnen gefüllt mit rund 6.300 Schachteln Zigaretten.
Strafverfahren gegen Fahrer eingeleitet
Die insgesamt 75.000 Zigaretten wurden sichergestellt. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen hat nun das Zollfahndungsamt München übernommen. Der Steuerschaden beläuft sich auf über 19.700 Euro.


