Der Rasen in der WWK Arena hinterließ im Herbst einen erschreckenden Eindruck, nun hat man sich beim FC Augsburg für einen Austausch entschieden.
Kartoffelacker, Minenfeld oder Flickenteppich sind nur einige der Begriffe, mit denen das Spielfeld in der Augsburger WWK Arena zuletzt betitelt wurde. Trotz größter Bemühungen wurden die Lücken im Rasen immer offensichtlicher, die Bedingungen wurden von Spiel zu Spiel schwieriger.
Der alte Rasen hat ausgedient
Beim FC Augsburg hatte man sich jetzt entschieden, den beiden auf dem Rasen stehenden Teams wieder die bestmöglichen Bedingungen zu bieten. Der bisherige Hybridrasen hat ausgedient und musste ausgebaut werden. Direkt nach dem letzten Heimspiel 2024 begann das Greenkeeping-Team mit den Arbeiten. Die alte Grünfläche wurde nach über sieben Jahren entfernt und auch der Untergrund erneuert. Fast 2 Tonnen an Aushub mussten aus dem Stadion gegraben und gebracht werden. Der Aushub wird jetzt fachmännisch gesiebt und von möglichen Kunststofffasern befreit, bevor er in anderen Bauvorhaben eine Wiederverwendung erfahren wird.
Sattes Investment für satten Rasen
Beim FCA hat man sich wieder für einen Hybridrasen entschieden. Das moderne Geläuf wurde aus der Nähe von Mailand in die Schwabenmetropole gebracht und in den letzten Tagen verbaut. Geschätzt musste der Bundesligist als Eigentümer der Arena für Rasen und des erstellen des Untergrunds einen mittleren sechsstelligen Betrag in die Hand nehmen.
Bis zum Heimspiel entstehen perfekte Bedingungen
“Vielen Dank an das Greenkeeping-Team, sie arbeiten gerade 24 Stunden durch”, lobt Cheftrainer Jess Thorup den Einsatz seiner Kollegen. Die 1,20 Meter breiten, 12 Meter und etwa 3 Zentimeter langen Grasbahnen wurden passgenau verlegt, durch ihr hohes Eigengewicht ist das ein schnelles Verwachsen mit dem neuen Untergrund nicht zwingend nötig. Dies soll in den kommenden Wochen mittels Beregnung und durch entsprechende Beleuchtung gefördert werden.

Bereits zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 17:30 Uhr) sollen aber wieder perfekte Fußballbedingungen in der Arena herrschen. Bis alles passt, liegt aber noch einige Arbeit vor der Rasen-Crew. Am Freitagnachmittag werkelten noch zahlreiche Hände daran, dass bis zum Anpfiff der Rasen wieder ein Rasen und kein Kartoffelacker ist.


