Die IG Metall ruft diese Woche die Beschäftigten in den bayerischen Metall- und Elektro-Betrieben zu Warnstreiks auf, um ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen. Auch heute, am Mittwoch, den 06.11.2024, fanden in der Region Augsburg zwei Warnstreikaktionen statt, an denen zahlreiche Beschäftigte teilnahmen.
In Meitingen versammelten sich rund 200 Mitarbeitende von SGL und Brembo, um gemeinsam für eine Lohnerhöhung zu demonstrieren. Der Protestzug startete um 10:30 Uhr vom Werksgelände und führte zur Meitinger Gemeindehalle. Mit Slogans wie „7 % mehr – weil wir es verdient haben!“ machten die Demonstrierenden auf ihre Forderungen aufmerksam. „Eine Lohnerhöhung von 3,5 oder 7 Prozent wird die SGL nicht in die Krise stürzen, und ohne sie bleibt die Firma auch nicht besser aufgestellt“, erklärte Birgit Burkert, Betriebsratsvorsitzende und VK-Leiterin bei SGL. Sie betonte die Bedeutung einer angemessenen Vergütung, um auch zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.
Auch Jürgen Bögel, Betriebsratsvorsitzender und stellvertretender VK-Leiter bei Brembo, äußerte sich besorgt: „Viele unserer Azubis verdienen mittlerweile mehr in anderen Branchen als in der Metallindustrie. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen die Jugend für die Zukunft.“
Parallel dazu fand eine weitere Protestaktion in der Region Augsburg statt, an der sich rund 450 Beschäftigte von BSH und Röhm beteiligten. Ingrid Eggenmüller, Betriebsratsvorsitzende bei BSH, stellte klar, warum die Forderung nach einer Erweiterung der T-ZUG-Option und 170 Euro mehr für Auszubildende berechtigt sei: „Wir haben momentan 1/3 weniger im Einkaufswagen für den gleichen Warenwert! Die Forderungen sind durchdacht und gerecht.“ Victoria Bicok, VK-Leiterin bei BSH, ergänzte: „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde ernsthaft auf die IG Metall zugehen und die Sorgen und Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigen.“
Mit ihrem Engagement setzten die Warnstreikenden heute ein starkes Zeichen für die Forderungen der IG Metall und erhöhten den Druck auf die Arbeitgeberseite, in den kommenden Verhandlungen ein tragfähiges Angebot zu unterbreiten.


