Die Vision einer „Medical City Augsburg“ nimmt konkrete Formen an: Das Bayerische Kabinett hat am Dienstag den Neubau des Universitätsklinikums Augsburg beschlossen. Mit einem Investitionsvolumen von rund fünf Milliarden Euro entsteht in den kommenden Jahren eines der größten Gesundheits- und Wissenschaftsprojekte Deutschlands. Die Entscheidung gilt als wichtiger Meilenstein für die strategische Weiterentwicklung Augsburgs und die Gesundheitsversorgung in Bayerisch-Schwaben.
Der Neubau ist Teil eines bayernweiten Vorhabens, in dessen Rahmen bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts drei Universitätskliniken entstehen beziehungsweise neu aufgestellt werden. Insgesamt stellt der Freistaat Bayern dafür rund neun Milliarden Euro für die Standorte Würzburg, München und Augsburg bereit.
Für den Standort Augsburg ist ein Investitionsvolumen von etwa fünf Milliarden Euro vorgesehen. Entstehen soll eine hochmoderne Universitätsklinik mit rund 1.550 Betten, die europaweit Maßstäbe setzen soll. Künftig wird das Universitätsklinikum eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung übernehmen und zugleich wichtige Impulse für Forschung, Lehre und innovative Behandlungskonzepte geben.
Das bestehende Klinikgebäude, das seit Jahrzehnten in Betrieb ist, soll durch den Neubau ersetzt werden. Mit dem Projekt eröffnet sich zugleich die Möglichkeit, einen zukunftsweisenden Campus zu schaffen, der medizinische Spitzenversorgung, universitäre Ausbildung und wissenschaftliche Innovation eng miteinander verbindet.
Oberbürgermeister Dr. Florian Freund bezeichnete die Entscheidung als historischen Schritt für die Stadt. Wörtlich erklärte er:
„Heute ist ein historischer Tag für Augsburg. Mit dem Neubau des Universitätsklinikums wird ein zentrales Zukunftsprojekt Realität – und damit auch die klare Perspektive einer echten Medical City Augsburg. Es war mir deshalb wichtig, gleich zu Beginn meiner Amtszeit ein erstes Kick-off-Gespräch mit dem Vorstand des Universitätsklinikums, der IHK Schwaben und dem Staatlichen Bauamt zu führen, um frühzeitig mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Dieses Projekt stärkt die medizinische Versorgung auf höchstem Niveau, schafft hochwertige Arbeitsplätze und bringt Wissenschaft, Innovation und wirtschaftliche Dynamik in unsere Stadt. Augsburg wird sich mit diesem Investitionsvorhaben zu einem führenden Standort für Gesundheitswirtschaft und Spitzenmedizin in Deutschland entwickeln. Wir werden als Stadt alles daransetzen, die Planungen zügig voranzutreiben und die bestmöglichen Rahmenbedingungen für dieses Jahrhundertprojekt zu schaffen.“
Auch das Universitätsklinikum Augsburg begrüßte die Entscheidung des Freistaats. Der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor Prof. Dr. Klaus Markstaller sprach von einem historischen Tag für die Region und dankte Ministerpräsident Dr. Markus Söder sowie Wissenschaftsminister Markus Blume für die Unterstützung des Standorts.
„Die heutige Entscheidung ist ein historischer Tag für die Gesundheitsversorgung, die Forschung und die Lehre in unserer Region. Es zeigt sich einmal mehr: Auf die Bayerische Staatsregierung ist Verlass. Aus politischen Versprechungen wird politisches Handeln. Dafür empfinden wir Dankbarkeit und zugleich große Zuversicht für die Zukunft“, erklärte Markstaller.
Weiter sagte der Vorstandsvorsitzende:
„Der Freistaat Bayern investiert mit dieser Entscheidung in die Gesundheit kommender Generationen. Der Neubau wird nicht nur die medizinische Versorgung auf höchstem universitärem Niveau sichern, sondern auch Forschung, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung in der gesamten Region nachhaltig stärken. Gemeinsam mit dem Freistaat Bayern, der Stadt Augsburg, den Landkreisen unseres Einzugsgebiets und den umliegenden Gemeinden werden wir dieses Großprojekt nun beherzt und Schritt für Schritt in die Umsetzung bringen.“
Bereits heute beschäftigt das Universitätsklinikum Augsburg rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versorgt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg mehr als zwei Millionen Menschen in Bayerisch-Schwaben. Mit dem Neubau werden zusätzliche Arbeitsplätze sowie weitere Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten erwartet.
Darüber hinaus trägt das Projekt entscheidend dazu bei, Augsburg als international sichtbaren Standort für Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und Innovation zu etablieren. Die enge Verzahnung mit der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg bildet hierfür eine wichtige Grundlage.
Die Stadt Augsburg kündigte an, den weiteren Prozess aktiv zu begleiten und gemeinsam mit dem Freistaat Bayern sowie allen beteiligten Partnern daran zu arbeiten, dass aus der Vision einer „Medical City“ ein leistungsfähiger, moderner und nachhaltiger Gesundheitsstandort entsteht.

