Neu-Ulm/Ulm | Beschädigter Friedrichsausteg wird ab dem Schwörwochenende bis auf Weiteres freigegeben werden

Presse Augsburg
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© Stadt Neu-Ulm

Der Friedrichsausteg über die Donau ist seit dem Pfingstwochenende aus Sicherheitsgründen gesperrt. Bei routinemäßigen Bauwerksprüfungen waren zuvor diverse Bauwerksschäden festgestellt worden. In Folge wurde von Fachfirmen durch sogenannte Bauteilöffnungen geprüft, wie groß die Schäden am Bauwerk sind und wie stark die Standfestigkeit des Stegs durch die Schäden beeinträchtigt ist.

© Stadt Neu-Ulm

Das Ergebnis der Untersuchungen liegt jetzt vor. Der Friedrichsausteg kann unter folgenden Bedingungen bis auf Weiteres wieder für den Rad- und Fußgängerverkehr freigegeben werden:

Schritt 1:

• Es müssen Notunterstützungen eingebaut werden. Diese sollen verhindern, dass die Brücke sich plötzlich setzt. Der Einbau der Unterstützungen erfolgt in der Kalenderwoche 29.
• Die Widerlager müssen entlastet werden. Dies bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass die maximal mögliche Verkehrslast zu Beginn des Stegs sowohl auf Ulmer, wie auch auf Neu-Ulmer Seite, reduziert werden muss. Hierzu wird der Nutzungsbereich des Stegs auf gut 1,50 Meter Breite reduziert und zwar beidseits auf einer Länge von rund vier Metern. Der mögliche
Aufenthaltsbereich soll baulich eingeengt werden.
• Der Steg darf nicht mehr mit Betriebsfahrzeugen befahren werden (beispielsweise Fahrzeugen des Baubetriebshofes).

Schritt 2:

• Es müssen vor und nach besonderen Ereignissen verschärfte Bauwerksprüfungen mit
Setzungsmessungen vorgenommen werden (beispielsweise nach Schwörmontag etc.).

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Schritt 3:

• Es muss eine Hilfskonstruktion errichtet werden, die zur Entlastung der Widerlager beiträgt, den Steg vorerst erhält und die Kontrollhäufigkeit minimiert. Sofern der Einbau der Notunterstützungen planmäßig verläuft, kann der Friedrichsausteg voraussichtlich zum
Schwörwochenende wieder geöffnet werden. Der genaue Tag der Öffnung kann derzeit noch nicht benannt werden, da dies maßgeblich vom baulichen Fortschritt der Notunterstützungen
abhängt. Die Städte Ulm und Neu-Ulm weisen jedoch eindringlich darauf hin, dass die Absperrungen zur Einengung auf beiden Seiten des Stegs zwingend eingehalten werden
müssen. Um dies zu gewährleisten wurde eigens ein Sicherheitskonzept erstellt, das unter anderem auch eine Regelung durch Sicherheitskräfte vor Ort zu den besucherstarken Zeiten vorsieht. Teil dieses Konzeptes wird sein, dass der Steg nur zum Überqueren der Donau genutzt  werden darf, nicht aber zum Aufenthalt. So soll die Belastung auf das Bauwerk begrenzt werden.

Weiteres Vorgehen:

Durch weitere Untersuchungen soll in den kommenden Monaten der Bauwerkszustand des Stegs vertieft ermittelt werden. Von diesen Untersuchungen wird abhängen, ob eine Sanierung des Stegs möglich ist, oder ein Neubau nötig wird. Hierbei spielen die Faktoren Kosten, Machbarkeit und Zeitplan mit Interimslösung für den Verkehr während einer möglichen Bauzeit eine entscheidende Rolle. Bevor die Ergebnisse dieser Untersuchungen nicht vorliegen, kann keine Aussage dazu getroffen werden, ob der Steg saniert und erhalten
werden kann oder ein Neubau notwendig wird.

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Newsdesk der Presse Augsburg Medien-Redaktion.